Gut gegen Stress und für die Figur

TRENDSPORT E-Fighting heißt das neueste Fitness-Workout. DasBamberger Sportstudio „Ladyfit“ bietet es als bisher einziges in Bayern an, auch fürMänner. Die ersten Reaktionen von Teilnehmern sind fast enthusiastisch.

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
JUTTA BEHR-GROH

Bamberg — „Man kann seineWut rauslassen, ohne jemanden zu verletzen“, sagt Sarah über den neuen Trendsport E-Fighting. An der Sportart gefällt der 17-Jährigen aus Walsdorf (Landkreis Bamberg) außerdem, dass man sie teilen kann. Im konkreten Fall mit ihrer Mutter Manuela Weber (49). Die beiden Frauen ziehen sich inzwischen zwei bis drei Mal in der Woche die Boxhandschuhe über und toben sich im ehemaligen Baywa-Speicher in der Lichtenhaidestraße 11 A aus.Dort hat imFitnessstudio „Ladyfit“ Bambergs erster E-Fighting-Club eröffnet. Erst acht solcher lizenzierter Clubs gibt es in der Bundesrepublik und den ersten und bislang einzigen in Bayern betreibt Ingrid Tille in Bamberg als Club im Club. Das E-Fighting ist in ihrem sonst nur Frauen zugänglichen Sportstudio das einzige Angebot, das auch Männern offen steht.

Seit Anfang März können die Mitglieder und deren Parter das neue Angebot ausprobieren. Ein „Tag der offenenTür“ amSonntag, 28. April, markiert den offiziellen Start des neuestenWorkout-Trends in Bamberg. Jürgen Gast (41) aus Reckendorf hat als einer der ersten Männer einProbetraining absolviert, gemeinsam mit Freundin KerstinKlingele (39) ausLauter. Sein Urteil nach der Premiere: Das sei „ganz schön anstrengend für einen, der keinen Sport macht“. Die 39-Jährige, die bislang andere Kurse in dem Frauenstudio besucht hat und topfit wirkt, pflichtet ihm bei: „Konditionell ist es einHammer!“ Positiv ausgepowert sei man hinterher, sagt auch Manuela Weber. Für sie als Physiotherapeutin und Osteopathin sei Bewegung ein Lebenselixier und beim E-Fighting scheint sie alles zu finden, was ihr wichtig ist. Weil das Boxen die Hauptsache, aber längst nicht alles ist, sind die Stunden sehr vielseitig. Man bzw. frau trainiert im Ring Ausdauer, Koordination undTreffsicherheit, in den aktiven Pausen mit Seilhüpfen, Liegestützen, Eindreschen auf die Boxbirne, Sit-ups undmehr so ziemlich alleMuskeln und Körperpartien. Geboxt wird in Gruppen zu maximal zwölf Leuten, erklärt BjörnWittwer, der Leiter des EFighting-Clubs. Die Stunde beginnt mit Übungen zum Aufwärmen. Nach dieser Viertelstunde zeigen sich bei den ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon Schweißperlen auf der Stirn. Dabei geht’s jetzt erst richtig zur Sache und rein in die kleinen Boxringe. In jedemsteht als Sparringspartner ein so genannter Box-Dummy.Das ist eine fast mannshohe gepolsterte Säule, auf der von oben bis unten Leuchten verteilt sind, die esmit derRechten oderLinken zu treffen gilt. Geht das Licht aus, war es ein Treffer. Wenig später leuchtet die Lampe wieder und muss erneut ausgeknockt werden. Die Trainer können das Programm in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden einstellen. Je fortgeschrittener die Teilnehmer sind, desto schneller müssen sie reagieren. Die oberen Lichtpunkte im Dummy sind nur stehend zu erreichen, die unteren am besten im Sitzen, was gewaltig auf die Bauchmuskeln geht. Übung macht offenbar auch hier den Meister, denn Manuela Weber berichtet voller Enthusiasmus: „Du merkst von Mal zu Mal, dassDu besser wirst!“ Stressabbau und Spaßfaktor stünden eindeutig im Vordergrund, sagt Silvio Reinfelder, einer von sechs Trainerinnen und Trainern, die im „Ladyfit“ das neue Angebot betreuen. Tatsächlich wird an dem Abend, an dem der FT das Training besucht, nicht nur viel geschwitzt, sondern auch viel gelacht. Vor allemzwei jungeFrauen, die sich einen Boxring teilen, kriegen sich kaum mehr ein vor Kichern beimVersuch, sitzend die leuchtenden Stellen zu treffen. Und eine 55-jährige Krankenschwester strahlt am Ende der Stunde übers ganze Gesicht. Ein „Riesenspaß“ sei das, erzählt sie, und verrät, wie sie sich motiviert: „Man muss sich nur den richtigen Kopf vorstellen!“

>> Download

eFIGHTING Clubs

© 2017 eFIGHTING